„Schnell war allen klar, dass man über den Zeitraum von einem Jahr sehr viel erreichen kann.“

Interview mit Thorsten Scholz von Hand-in-Hand-Cup e. V.

 

Thorsten SchulzThorsten Schlolz ist 27 Jahre alt und engagiert sich im Verein Hand-in-Hand-Cup e. V., den er laut eigener Aussage kennt „seitdem er ein kleiner Ursel“ ist. Über Freunde wurde er später dann selbst in die Organisation mit eingebunden und ist vor allem für administrative Dinge, Finanzen und Bürotätigkeiten verantwortlich. Der gemeinnützige Verein aus Kempen organisiert seit 15 Jahren das größte Charity-Turnier in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 17 Mitglieder stemmen gemeinsam den organisatorischen Aufwand für das Projekt. In Zukunft soll die Gesamtsumme mit smoost noch weiter in die Höhe steigen.

 

smoost: Wie entstand die Idee, ein Spenden-Fußball-Turnier ins Leben zu rufen?

Thorsten Scholz: Die Idee an sich entstand, wie für die Mitglieder des Hand-in-Hand Cups üblich, an der Theke. Unsere Gründungsmitglieder fachsimpelten bei dem einen oder anderen Kaltgetränk über die Geschehnisse des aktuellen Bundesliga Spieltags und der Welt generell. Im Laufe des Abends wurde allen klar, wie gut es Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung geht und das es Schade ist, dass das nicht überall der Fall ist. So ist man aufgrund der eigenen Interessen (Bier trinken und Fußball spielen) auf die Schnapsidee gekommen ein Charity-Fußball-Turnier für den guten Zweck zu veranstalten.

smoost: Eine Idee, die offensichtlich erfolgreich war. Wie viele Spenden konnten durch den Cup dieses Jahr gesammelt werden?

Thorsten Scholz: Die genaue Summe steht noch nicht fest, aber wir werden wohl irgendwo zwischen zwölf- und dreizehntausend Euro landen.

smoost: Wie werden die Spenden beim Hand in Hand Cup generiert/Wer hat die Möglichkeit zu spenden?

Thorsten Scholz: Einen Teil der Spenden erhalten wir bereits im Vorfeld des Cups. Hier haben wir in diesem Jahr mit der Volksbank Krefeld auf den letzten Drücker noch einen Sponsor gefunden, der den Cup ermöglicht hat. Diese Spende ist enorm wichtig, um die Vorfinanzierung zu gewährleisten. Hinzu kamen Firmen- und Privatspenden. Nicht zu vergessen sind all die vielen Sachspenden, ohne die eine Durchführung des Cups kaum möglich wäre.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – so wird der Hand-in-Hand Cup weiter Werbung für die smoost App machen und hoffentlich noch viele weitere zum Mithelfen animieren können.
–Thorsten Schulz

smoost: Gab es sonst noch Einnahmen?

Thorsten Scholz: Eine weitere Art der Spende ist natürlich auch die Bereitstellung der eigenen Arbeitskraft. Am Veranstaltungstag selbst sind so bis zu 70 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich engagiert um die Besucher mit allem zu versorgen, was wir so zu bieten haben. Alle Einnahmen fließen dann, abzüglich aller Kosten natürlich, in die Spendensumme ein, welche so groß wie möglich sein soll. Eine weitere Möglichkeit Geld zu spenden, sind unsere Veranstaltungsbändchen, diese werden umsonst ausgegeben, dürfen aber gerne auch bezahlt werden.

smoost: Du hast erzählt, dass sich auch die Mannschaften beteiligen, wie läuft das ab?

Thorsten Scholz: Auf die Mannschaftsspenden sind wir besonders stolz. Hier ist es so, dass zum einen eine enorme Summe zusammen kommt, aber zum anderen der Sinn des Hand-in-Hand Cups verinnerlicht ist. So sammeln einige Mannschaften bereits das ganze Jahr (z.B. eine Spendendose in einem Clubheim). Andere haben die Tradition am Vorabend des Cups durch die Straßen und Kneipen Krefelds zu ziehen und nicht ohne eine Spende wieder zu verschwinden. Andere wiederum sammeln auf der Arbeit oder leiern ihren Chefs das letzte Hemd aus den Rippen. Dieses Engagement ehrt uns sehr und wir können dafür nicht dankbar genug sein!

smoost: Das klingt sehr beeindruckend. Ist das Geld denn schon verplant? Was habt ihr konkret damit vor?

Thorsten Scholz: Wir werden für die Villa Sonnenschein eine Überdachung im Gartenbereich bauen. Diese gibt den krebskranken Kindern die Möglichkeit auch bei Sonne draußen zu entspannen, was sonst kaum möglich wäre. Hierzu wird von unserer Seite ein Zimmermann beauftragt, den wir nach Möglichkeit auch unterstützen können, um so noch etwas an der Personalkostenschraube drehen zu können.

smoost: Welche Organisationen werden neben der Villa Sonnenschein außerdem noch unterstützt und nach welchen Kriterien wurden die Organisationen ausgewählt?

Thorsten Scholz: In diesem Jahr wird zudem eine Familie unterstützt, die auch in der Villa Sonnenschein bekannt ist. Hinzu kommt ein ortansässiger Kindergarten. In den Vergangenen Jahren wurde auch Privatpersonen in Form von behindertengerechten Fahrrädern oder Delfintherapien geholfen. Für uns ist es aber immer schön, wenn wir einen gewissen lokalen Charakter beibehalten können.

smoost: Seit kurzem nutzt ihr ja auch smoost. Wie kam es dazu?

Thorsten Scholz: Ich wurde von einem Freund auf smoost aufmerksam gemacht. Dieser hat zusammen mit seiner Frau und einigen anderen das Projekt „Mount Rosary“ ins Leben gerufen, welches ebenfalls bei smoost aktiv ist. Er zeigte mir, wie einfach die App funktioniert und schlug vor dies doch auch für den Hand-in-Hand Cup einzurichten. Nach Durchsicht und Prüfung des Freistellungsbescheids war es dann soweit, wir waren angemeldet. Und das Team und ich sind sehr begeistert. Sowohl von der App, als auch von ihrem Team und dem sehr positiven Kontakt.

smoost: Wie viel hat der Hand in Hand Cup 2017 denn mit smoost schon eingenommen?

Thorsten Scholz: Wir haben smoost ja jetzt erst einmal getestet. Und in den zwei Monaten sind schon mehr als 350 Euro zusammen gekommen. Für den Hand-in-Hand Cup 2018 ist smoost mit eingeplant und soll ein fester Bestandteil werden. Hierfür steht das Spendenziel allerdings noch nicht fest. Dieses wird in den nächsten Monaten gesucht.

smoost: Wie wird der Hand-in-Hand-Cup e. V. smoost nach dem Turnier nutzen?

Thorsten Scholz: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – so wird der Hand-in-Hand Cup weiter Werbung für die smoost App machen und hoffentlich noch viele weitere zum Mithelfen animieren können. Die generierten Gelder fließen dann mit in die Gesamtsumme 2018 ein.

smoost: Wie sind Ihre Erfahrungen innerhalb und außerhalb des Vereins mit der Charity-App?

Thorsten Scholz: Innerhalb des Vereins wird die App mittlerweile super angenommen. Hier hat es zwar einige Zeit gedauert, bis alle überzeugt waren, aber da man nach knapp einem Monat weit mehr als hundert Euro auf dem Konto hatte, war allen klar, dass man über den Zeitraum von einem Jahr sehr viel erreichen kann. Je mehr zusammen kommt, desto mehr Freunde können wir auch schon beim ersten Mal überzeugen, die App für uns oder Andere zu nutzen. So hoffen wir, dass die App auch mit fortschreitender Zeit und hoffentlich steigender Gesamtsumme immer mehr Freunde, Helfer und Sponsoren überzeugt.

smoost: Was habt ihr denn noch so geplant, um weiter auf smoost aufmerksam zu machen?

Thorsten Scholz: Auf Facebook und Instagram werden wir unser smoost-Projekt von Zeit zu Zeit noch weiter bewerben. Außerdem wird in unserem Vereinslokal ein Aushang mit dem Herz-Code zu finden sein. Mittlerweile gibt es auch Facebook Seiten von manchen Mannschaften, die zum Spenden für den Hand-in-Hand Cup aufrufen.

 

 

 

Das Interview führte Martina Werner.

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